Neuer Ausleihrekord in 2011

Seit Gründung der Bibliothek in 1990 stiegen die Ausleihzahlen kontinuierlich an. In den letzten Jahren stagnierten sie auf hohem Niveau. In 2011 gab es mal wieder eine deutliche Steigerung. Mit 390.067 Ausleihen schaffte die Stadtbibliothek Greven einen neuen Ausleihrekord.

Vergleich mit den Vorjahren

Grafik: Vergleich Ausleihzahlen von 1991 bis 2011
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Gegenüber dem Vorjahr stieg die Ausleihe um 16%. Da in 2010 die Bibliothek wegen des Umbaus und der Umstellung auf Selbstverbuchung einige Wochen geschlossen war, ist ein Vergleich mit dem bisherigen Rekordjahr 2009 sinnvoller. Im Vergleich zu 2009 stieg die Ausleihe um 9 %.
Für das Team der Stadtbibliothek ist ein Vergleich der beiden Jahre besonders interessant: "2009 wurde noch mit der alten Verbuchung gearbeitet. Nach dem Umbau in 2010 und einer Erhöhung der Jahresgebühren um fast 100% haben wir uns gefragt, wie und ob die Kunden das akzeptieren würden." Die deutliche Ausleihsteigerung zeigt, dass die Selbstverbuchung positiv aufgenommen wurde. Die beliebte Außenrückgabe bringt für alle Kunden einen Vorteil, denn die Medien werden früher zurückgegeben. Wegen der kürzeren Leihdauer stehen trotz höherer Ausleihzahlen mehr Medien in den Regalen.

Grafik: Vergleich Ausleihzahlen von Mediengruppen 2009 zu 2011
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Der Anstieg um 32.000 Ausleihen von 2009 auf 2011 wurde vor allem durch DVDs und CDs erreicht. Die Kunden schätzen das breite Titelangebot. Neben aktuellen Filmen sind in der Bibliothek auch sehr viele Filmklassiker und Sach-DVDs über Reiseziele, Tiere, Fitness, Geschichte oder Medizin zu finden.

Sehr erfreulich ist, dass trotz der Konkurrenz der Non-Books auch die Nachfrage nach Büchern gestiegen ist. "Überrascht hat mich, dass die Sachbuchausleihe um 2.000 Exemplare angestiegen ist" wundert sich Sigrid Högemann. "Die Sachbücher stehen in einer besonderen Konkurrenz zum Internet und deshalb ist die Ausleihe in diesem Segment in den Bibliotheken eigentlich rückläufig."

CD-ROMs werden immer weniger nachgefragt, sie werden z.B. von WIIs abgelöst.

Über E-Books wird viel diskutiert und das Weihnachtsgeschäft 2011 sorgte für einen Nachfrageboom. In der Gesamtstatistik spielen eMedien mit 2.000 Ausleihen aber nur eine kleine Rolle.

Hohe Ausleihzahlen von Kinder- und Jugendbüchern

Besonders gefreut hat das gesamte Bibliotheksteam die noch mal gestiegene Kinderbuchausleihe. In 2011 wurden 108.700 Kinder- und Jugendbücher verliehen.

Mit dieser Zahl erreicht die Stadtbibliothek Greven im bundesweiten Vergleich von Städten mit 30.000 bis 40.000 einen Spitzenplatz: Laut deutscher Bibliotheksstatistik hatten nur 4 Bibliotheken eine höhere Nachfrage nach Kinderbüchern. Der Mittelwert der 280 Bibliotheken liegt bei 42.000 entliehenen Kinderbüchern.
In NRW ist Greven in diesem Segment weit vorne: Platz 1 Greven mit 108.700, auf Platz 2 liegt Siegburg mit 78.200 Ausleihen, gefolgt von Kempen, Wermelskirchen und Emsdetten. Auffällig ist der deutliche Vorsprung der Grevener Bibliothek. Hier zahlen sich die vielen Aktionen für Kinder und die intensive Zusammenarbeit mit den Schulen und Kindergärten aus.

Ranking Ausleihe Kinder- und Jugendbücher: Greven im Vergleich zu anderen Bibliotheken
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